Wer wir sind
Die Rebellen des Lebens sind eine Selbsthilfegruppe für Menschen unter 65 Jahren, die selbst von einer neurologischen-chronischen Erkrankung betroffen sind:
Parkinson
Schlaganfall
Multiple Sklerose
Long Covid mit neurologischen Folgen
Wir sind nur für Betroffene da – keine Angehörigen, keine Begleitpersonen, kein Fachpersonal – damit wir einen geschützten Raum für ehrlichen Austausch schaffen können.
Leitlinien für das Miteinander in der Selbsthilfe
(nach den Leitlinien der Sekon – Selbsthilfekontaktstelle Niederbayern)
Grundgedanke
„Gemeinschaftliche Selbsthilfe“ bedeutet, dass Personen in der gleichen oder einer ähnlichen Lebenslage sich regelmäßig, ehrenamtlich, selbstorganisiert und ohne professionelle Leitung in einer Gruppe treffen. Die Treffen und Angebote der Selbsthilfe sind grundsätzlich unentgeltlich. Selbsthilfegruppen basieren auf Eigenmotivation, Freiwilligkeit, Verantwortungsübernahme, Gegenseitigkeit, Gleichberechtigung und Begegnung auf Augenhöhe. Ihr Ziel ist in erster Linie, die persönliche Lebenssituation der Beteiligten zu verbessern und gegenseitige Unterstützung zu ermöglichen. Darüber hinaus engagieren sich viele Gruppen in ihrem sozialen, gesundheitlichen oder gesellschaftlichen Umfeld – durch Öffentlichkeitsarbeit, Aufklärung oder Austausch mit Institutionen.
Ziele und Haltung
Die Aktivitäten der Gruppen entstehen aus dem Engagement der Mitglieder selbst. Sie ergänzen professionelle Angebote, ersetzen jedoch keine medizinische, therapeutische oder berufliche Behandlung.
Selbsthilfe bedeutet auch, Rechte und Interessen von Betroffenen sichtbar zu machen und öffentlich zu vertreten. Zentrale Werte sind Selbstbestimmung, Offenheit, Respekt und Teilhabe.
In der Selbsthilfegruppe
Im Mittelpunkt stehen Austausch und Gespräch auf Augenhöhe. Viele Gruppen gestalten auch aktionsorientierte Angebote, z. B. Vorträge, gemeinsame Aktivitäten oder Sport.
Die Potenziale der einzelnen Mitglieder werden gestärkt. Gemeinschaft schafft Raum, um neue Lösungen zu finden und gegenseitige Hilfe zu erleben.
Die Gruppe bietet Raum für seelische und soziale Verarbeitung und unterstützt dabei, Balance und Strategien für den Alltag zu entwickeln.
Die positive Wirkung einer Selbsthilfegruppe hängt davon ab, was ihre Mitglieder an Offenheit, Wertschätzung, Engagement und individuellen Fähigkeiten einbringen.
Miteinander und Kommunikation
Im persönlichen Umgang bemühen sich alle Beteiligten um wertschätzende und respektvolle Kommunikation. Jede*r darf den eigenen Weg gehen – Grundlage ist gegenseitiges Verständnis.
Wichtige Prinzipien:
Meinungsfreiheit und Akzeptanz: Andere Sichtweisen werden respektiert.
Vertraulichkeit: Was in der Gruppe besprochen wird, bleibt in der Gruppe.
Achtsamkeit: Keine seelischen Kränkungen, kein unsachliches Verhalten.
Expert*innen in eigener Sache: Mitglieder teilen Erfahrungen, Wissen und stärken sich gegenseitig.
Organisation der Gruppe
Es wird auf Datenschutz, Datensensibilität und Datensparsamkeit geachtet.
Jede*r bringt die eigenen Fähigkeiten und Ressourcen nach Möglichkeit ein.
Es herrscht Transparenz, wenn einzelne Mitglieder Aufgaben für die Gruppe übernehmen (z. B. Öffentlichkeitsarbeit, Förderanträge, Organisation).
Um eine stimmige Gruppenkultur zu erhalten, ist es empfehlenswert, regelmäßig gemeinsame Standortbestimmungen zu den Zielen, Arbeitsweisen und Strukturen durchzuführen.
Fachpersonen in der Selbsthilfe handeln nicht als Professionelle, sondern als Betroffene oder Angehörige. Sie bieten keine kostenpflichtigen Dienstleistungen im Rahmen der Gruppenarbeit an (Abstandsgebot).
Die Gruppe handelt auf der Grundlage der freiheitlich-demokratischen Grundordnung der Bundesrepublik Deutschland und verpflichtet sich zu weltanschaulicher Offenheit und politischer Neutralität.
Selbstverpflichtung
Wir, die Rebellen des Lebens,
haben die Leitlinien für das Miteinander in der Selbsthilfe gelesen,
verstanden und übernommen.
Wir orientieren uns an diesen Grundsätzen und wahren sie bewusst in unserer Gruppenarbeit.
Diese Absichtserklärung bildet die Grundlage unserer Anerkennung durch die Sekon Selbsthilfekontaktstelle Niederbayern sowie für unsere Darstellung in deren Netzwerken und Medien.
Weiterführende Informationen
Die vollständige Definition der „gemeinschaftlichen Selbsthilfe“ nach bundesweitem Standard kann eingesehen werden bei der NAKOS – Nationale Kontakt- und Informationsstelle zur Anregung und Unterstützung von Selbsthilfegruppen: www.nakos.de/informationen/basiswissen/selbsthilfegruppen/key%40%40238



